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TEO

Aus BAWiki

Basisinformationen

Programm-Name

TEO

Version

September 1998

Beschreibung

April 2008

Stichworte

KUEDAT
Peildaten
Extraktion

Kurzbeschreibung

Das Programm TEO dient der Extraktion von Peildaten aus einer Datei, die, wie dies z.B. in KUEDAT-Dateien der Fall ist, ihre Daten zeitlich sortiert und in einem speziellen Format abgelegt hat. Das Datenformat der zu verarbeitenden Dateien kann wie folgt beschrieben werden:

  1. es sind nur ASCII-Datenzeilen enthalten
  2. der Buchstabe in der ersten Spalte beschreibt den Typ der Datenzeile:
  • H (Header-Zeile):
mit einer H-Zeile beginnt eine neue Peillinie. Diese Zeile enthält Informationen über die Peillinie (z.B. das Datum der Aufnahme), jedoch noch keine Peildaten
  • B (B-Zeile):
diese beschreiben eine spezielle Peilachse, die sich z.B. ergibt, wenn mehrere Peilfahrten auf eine mittlere Peilachse umgerechnet werden (siehe auch Programm TEOAX für eine Extraktion von Peilachsen aus einer KUEDAT-Datei)
  • R (R-Zeile):
diese enthält einen tatsächlich gemessenen Peilpunkt. Jeder Peilpunkt wird charakterisiert durch Rechts- und Hochwert, sowie der Tiefe. Die Tiefeninformation ist sowohl bezogen auf SKN, als auch auf NN vorhanden
  • D (D-Zeile):
wie R, jedoch Maximal- oder Minimal-Tiefenwert
  • U (U-Zeile):
wie R, jedoch Minimal- oder Maximal-Tiefenwert

Eingabe-Dateien

  1. Original-KUEDAT-Peildatendatei (Datei des Typs kuedat.dat)
  2. Programm-Steuerdatei (Datei des Typs teo.dat)
  3. (opt) Polygon-Datei (Datei des Typs poly.dat) mit der Rand-Begrenzungslinie des Extraktionsgebietes
  4. (opt) Polygon-Datei (Datei des Typs poly.dat) mit der Linienführung einer Peilachse

Ausgabe-Dateien

  1. Peildatei des Formats geom.dat mit allen extrahierten Peilpunkten (ggf. sortiert nach Monaten in mehreren Dateien gleichen Typs)
  2. Peillinien in einer Datei des Typs insel.dat mit denjeniegen Peillinien, auf denen Peilpunkte extrahiert worden sind (ggf. ebenfalls sortiert nach Monaten in mehreren Dateien gleichen Typs)
  3. Peildaten im Format geom.dat mit denjeniegen Peildaten, die aus unterschiedlichen Gründen nicht extrahiert werden konnten
  4. KUEDAT-Peildatendatei (Datei des Typs kuedat.dat), mit allen Peillinien, die nicht extrahiert werden konnten

Methode

Die Extraktion der Peildaten erfolgt nach folgenden Kriterien:

  • Auswahl des Gebietes, in dem die Peildaten liegen müssen, sollen sie vom Programm extrahiert werden. Folgende Gebietsdefinitionen sind derzeit realisiert:
  • Gesamtgebiet: keine Gebietseinschränkung
  • Rechteckgebiet: Nur Peilpunkte innerhalb eines durch vier Eckpunkte eines Rechtecks definierten Teilgebietes werden extrahiert
  • Polygongebiet: Nur Peilpunkte innerhalb eines durch beliebig viele (jedoch mindestens drei) Eckpunkte eines Polygons definierten Teilgebietes werden extrahiert
  • Achsengebiet: Nur Peilpunkte mit einem Punktabstand zu einer Achse, der einen Maximalwert nicht überschreitet, werden extrahiert
  • Auswahl des Typs der Peillinien:
  • Längspeilungen: Nur Peilpunkte aus Peillinien, die parallel zu einer Achse liegen, werden extrahiert
  • Querpeilungen: Nur Peilpunkte aus Peillinien, die senkrecht zu einer Achse liegen, werden extrahiert
  • Es ist auch möglich, diese Einschränkung auszuschalten
  • Auswahl des Typs der Peilpunkte:
  • Es werden nur Peilpunkte extrahiert, die vom Typ R sind
  • Es werden nur Peilpunkte extrahiert, die vom Typ D sind
  • Es werden nur Peilpunkte extrahiert, die vom Typ U sind
  • Es ist auch möglich, diese Kriterien miteinander zu mischen
  • Auswahl der Tiefenlage der Peilpunkte: Es werden nur Peilpunkte extrahiert, die innerhalb eines definierten Tiefen-Wertebereichs liegen. Dieser Tiefen-Wertebereich wird begrenzt durch eine obere und eine untere Grenze
  • Auswahl der Tiefe:
  • Seekartennull (SKN): Für alle extrahierten Peildaten werden die SKN-Tiefen aus den Datenzeilen gezogen
  • Normalnull (NN): Für alle extrahierten Peildaten werden die NN-Tiefen aus den Datenzeilen gezogen
  • Ausgabeformat:
  • Ausgabe der Peildaten im (3F15.3)-Format (Datei des Typs geom.dat)
  • Ausgabe der Peildaten im platzsparenden Format (2(F10.2,1x),F6.2).
  • Alle extrahierten Peildaten können nach Monaten zeitlich sortiert in unterschiedlichen Ausgabedateien abgelegt werden
  • Vollständig nichtextrahierte Peillinien werden im Originalformat gespeichert, um ggf. in einem zweiten Extraktionsdurchgang diese Peillinien mit einer anderen Strategie zu extrahieren.
  • Mit dem Zusatzprogramm TEOAX können die B-Datenzeilen verwendet werden, um alle in einer Eingangsdatei enthaltenen Achsen zu extrahieren. Die Extraktion der Achsen erfolgt in Dateien des Formats poly.dat. Zusätzlich werden alle Achsen in einer Datei des Typs insel.dat abgelegt. Diese Achsen können dann herangezogen werden, um eine Trennung der Peillinien in Quer- oder Längspeillinien vornehmen zu können

Vorlauf-Programme

TEOAX

Nachlauf-Programme

FDGITTER05,IGEL2D

Weitere Informationen

Programmiersprache

Fortran90

zusätzliche Software

-

Originalversion

J. Jürges

Programmpflege

J. Jürges

Dokumentation/Literatur

Supercomputing News Heft 3/1998 und $PROGHOME/examples/teo


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