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NC2TABLE

Aus BAWiki

Basisinformationen

Programm-Name

NC2TABLE

Version

April 2018

Beschreibung

Mai 2018

Stichworte

Datenkonversion
Postprocessor
CF NetCDF Format
CSV Format (comma separated values)
Tabelle
Unterstützung von DMQS-Metadaten und -Variablen
Automatische Anpassung der READ-Daten-Portionen an Chunk-Größe

Danksagung: This project took advantage of netCDF software developed by UCAR/Unidata (www.unidata.ucar.edu/software/netcdf/).

Kurzbeschreibung

Das Programm NC2TABLE ermöglicht die selektive Extraktion von Daten aus Dateien des CF NetCDF-Formats in das CSV-Format. Die extrahierten Daten liegen in Tabellenform vor und können in Programme wie MS EXCEL importiert werden.

Allgemeine Anmerkungen

In (netCDF-) Dateien abgelegte geophysikalische Variablen f_i weisen eine unterschiedliche Anzahl von Koordinaten auf. Vom CF-Standard minimal gefordert sind Datum und Uhrzeit sowie die Lage, ausgedrückt in geografischen Koordinaten Länge und Breite oder entsprechenden lokalen Koordinaten.

Allgemeine Form einer Variablen (Funktion):

f = f_i(t,x[,z][,l][,c])
   

Darin bezeichnet t die Zeit, x den (horizontalen) Ort, z die Höhe oder Tiefe, l steht für einen Label (z. B. Fraktion) und c für eine Klasse (z. B. einer Häufigkeitsverteilung).

Nachfolgend wird für Variable der Ausdruck Funktion synonym verwendet.

Aufbau von Tabellen

Tabellen sind aus Zeilen und Spalten aufgebaut. Tabellen eignen sich z. B. für folgende Darstellungen:

  1. Tabelle Typ 1 (Funktionsverlauf): Die Änderung der Funktion f_i in Abhängigkeit von zwei Koordinaten wird dargestellt. Die Werte (optionaler) zusätzlicher Koordinaten bleiben eingefroren. Beispiel: Wasserstand an verschiedenen Orten x_m zu verschiedenen Zeiten t_n.
    Gängige Kombinationen von Achsen sind:
    • Zeitserien (Zs): f(t,x) Zs für mehrere Orte, f(t,z) Zs für mehrere Schichten, f(t,l) Zs für mehrere Fraktionen und f(t,c) Zs für mehrere Klassen oder Frequenzen.
    • Variation über den Ort: f(x,z) Variation über die Wassertiefe, f(x,l) Variation über die Fraktionen und f(x,c) Variation über Klassen oder Frequenzen.
    • Variation über die Tiefe: f(z,l) Variation über die Fraktionen und f(z,c) Variation über Klassen oder Frequenzen.
    • Sonstige: f(l,c) Häufigkeitsverteilung verschiedener Fraktionen.
  2. Tabelle Typ 2 (Funktionsvergleich): Die Änderung mehrerer Funktionen f_i, mit i=1,n_i in Abhängigkeit einer Koordinate werden dargestellt. Die anderen Koordinaten bleiben dabei eingefroren. Beispiel: Zeitreihen des Wasserstands, der Strömungsgeschwindigkeit und des Salzgehalts an einem Ort.

Das Programm NC2TABLE unterstützt die Erzeugung der beiden vorgenannten Tabellenarten. Insofern Datums- und Zeitangaben ausgegeben werden, kann die Zeitzone für die Ausgabe über nc2table.dat beeinflusst werden.

Eingabe-Dateien

  1. allgemeine Eingabedaten (Dateityp nc2table.dat);
  2. geophysikalische Daten (Dateityp cf-netcdf.nc).

Ausgabe-Dateien

  1. ASCII-Tabellen (Dateityp nc2table.csv) im CSV-Dateiformat;
  2. Metadaten (Dateityp nc2table.txt) als Text-Datei;
  3. (optional) Datei mit Informationen zum Programmablauf (Dateityp nc2table.sdr);
  4. (optional) Datei mit Testausgaben (Dateityp nc2table.trc).

Methode

Die binären Daten werden gemäß den Wünschen des Anwenders extrahiert.

Falls beim Lesen von Daten ein HDF error auftritt wird versucht, die Werte des gewünschten Datenrecords aus den Werten zeitlich benachbarter Records zu rekonstruieren (Interpolation). Diese Reparatur funktioniert ausschließlich für von der Zeit abhängige Variablen.

Vorlauf-Programme

DATACONVERT, GRIDCONVERT, NCAGGREGATE, NCANALYSE, NCCHUNKIE, NCCUTOUT, NCDELTA, UNTRIM2007, UNTRIM2

Nachlauf-Programme

Tabellenkalkulationsprogramm, Texteditor

Weitere Informationen

Programmiersprache

Fortran95

zusätzliche Software

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Originalversion

G. Lang

Programmpflege

G. Lang

Dokumentation/Literatur

Musterdateien finden sich in $PROGHOME/examples/nc2table/


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Strukturübersicht