Aktionen

FRQWF.DAT

Aus BAWiki

Basisinformationen

Datei-Typ

frqwf.dat

Version

6.x / September 2009

Beschreibung

September 2009

Bedeutung der Datei

enthält allgemeine Eingabedaten für das Programm FRQWF

Datei-Inhalt

Vorbemerkungen zur Benutzung des Programms

Bei der Wahl des Analysezeitraums müssen folgende Bedingungen beachtet (eingehalten) werden:

  1. Der Analysezeitraum sollte einen möglichst großen Zeitraum umfassen.
  2. Der Analysezeitraum muss mindestens so groß wie die Periode der Partialtide mit der geringsten Frequenz sein, deren Amplitude und Phase ermittelt werden soll.
  3. Die Phasendifferenz zwischen den zu analysierenden Partialtiden muss in dem Analysezeitraum wenigstens eine volle Periode (360 Grad) betragen. Beispielsweise können die Signale der M2- und S2-Gezeit nur dann getrennt werden, falls der Analysezeitraum wenigstens einen vollen Spring-Nipp-Zyklus einschließt.

Die Ergebnisse des Programms sollten in jedem Fall auf Plausibilität geprüft werden, bevor diese weitergehend verwendet werden. Kenntnis der realen Gegebenheiten, insbesondere der wichtigsten dominanten Partialtiden sind für eine erfolgreiche Anwendung von FRQWF unverzichtbare Voraussetzung. Man lese hierzu die weiteren Informationen unter Harmonischen Analyse der Gezeiten.

Dateiinhalt

  • maximale Feldgrenzen für verschiedene Fortran-Felder
    • Topografie:
      • MAXELE: maximale Anzahl der (Dreiecke) im Gitter (sind Vierecke in einem Gitter enthalten, so werden diese beim Lesen in zwei Dreiecke zerlegt).
      • MAXKNO2D: maximale Anzahl der Punkte (Knoten des Gitters).
      • MAX_SYSFIL: maximale Anzahl der in Profiltopographie-Dateien abgelegten Metadatensätze zu Systemdateien (i.d.R. ist 2 ausreichend).
      • MAX_LPROFIL: maximale Anzahl der in einer Profiltopographie vorhandenen Längs- und Quer-Profile.
      • MAX_GEOPOS: maximale Anzahl der Geopositionen (Geopositionen sind besonders ausgezeichnete Profilpunkte mit z.B. zusätzlichen Textinformationen).
      • MAX_PKNO: maximale Anzahl der auf Längs- und Quer-Profilen vorhandenen Profilpunkte.
      • MAX_SEGMENT: maximale Anzahl der Segmente auf Längs- und Quer-Profilen.
    • Analysedaten:
      • MAXANA: maximale Anzahl der Analysen (muss größer oder gleich der Anzahl der später angegebenen Analyse-Steuerworte sein).
      • MAXPG: maximale Anzahl der in einer BDF-Datei abgelegten physikalischen Größen.
      • MAXISTORE: maximale Länge des Extremwertspeichers für ganzzahlige Größen. Sollte dem Wert von MAXKNO2D entsprechen, da i.d.R. nur eine ganzzahlige Größe in die BDF-Dateien geschrieben wird.
      • MAXRSTORE: maximale Länge des Extremwertspeichers für reellwertige Größen. Sollte einem ganzzahligen Vielfachen von MAXISTORE entsprechen. Der Multiplikator kann aus den gewählten Analysen ermittelt werden. Für TIDREF werden (maximal) drei, für Z0 eine, und für alle anderen Analysen i.d.R. zwei Werte benötigt. Die Summe entspricht dann dem ganzzahligen Multiplikator.
    • Zeitserie:
      • MAXLZR: maximale Länge der zu analysierenden Zeitserien, so wie sie in den Datendateien abgelegt sind.

Die vom Anwender vorgegebenen maximalen Feldgrenzen können die Performance des Programms beeinflussen. Optimale Performance (geringster CPU-Zeitbedarf) wird erreicht, falls die Analyse für alle Datenpunkte in einem Analysezyklus durchgeführt werden kann. Dann ist allerdings der Memorybedarf der Anwendung am größten, da ggf. sehr viele Daten bis zu deren Ausgabe zwischengespeichert werden müssen. Die Analyse ist genau dann in einem Analysezyklus möglich, falls MAXISTORE größer oder gleich MAXKNO2D und MAXRSTORE als ganzzahliges Vielfaches von MAXISTORE entsprechend den o.g. Hinweisen angegeben wird. Das funktioniert natürlich nur dann, insofern keine Einschränkungen durch das vorhandene Memory gegeben sind.

  • allgemeine Eingabedaten
    • LAUF
    • gemeinsamer Namensbestandteil für Datei des Typs dirz.bin mit den Ergebnissen der Analyse.
Hinweis:
  • Aus BDF-Eingangsdateien abgeleitete Analyseergebnisse werden in BDF-Dateien F.code.analyse.laufbezeichner.bin geschrieben.
  • Für andersartige Eingangsdaten ist der Laufbezeichner ohne Bedeutung.
  • Art der Eingangsdaten, Datei mit Eingangsdaten
    • Flächenhaft, auf Profilen oder an Einzelpositionen vorliegende tiefengemittelte Daten:
      • ZEIDIR (Steuerwort)
      • Dateiname für Datei des Typs dirz.bin mit den Eingangsdaten (abhängig von der später gewählten zu analysierenden Größe)
Hinweis: Falls es sich bei den zu analysierenden Daten nicht um den Wasserstand handelt, so muss der Wasserstand entweder zusätzlich ebenfalls in dieser Datei oder in einer weiteren Hilfsdatei, zusammen mit der Wahl der zu analysierenden Größe angegeben werden. Gleiches gilt für die zeitvariable Topographie, falls die Eingangsdaten für eine sogenannte alternative Topographie ermittelt wurden.
  • Daten einer Position, Typ 1:
  • KNOERG (Steuerwort)
  • Dateiname für Datei des Typs knoerg.bin mit den Eingangsdaten (abhängig von der später gewählten zu analysierenden Größe).
  • Daten einer Position, Typ 2:
  • BOEWRT (Steuerwort)
  • Dateiname für Datei des Typs boewrt.dat mit den Eingangsdaten (abhängig von der später gewählten zu analysierenden Größe).
  • Daten vieler Positionen, Typ 1:
  • KNOERGLST (Steuerwort)
  • Dateiname für Datei des Typs dateiliste.dat mit einer Liste von Dateien des Typs knoerg.bin mit den Eingangsdaten (abhängig von der später gewählten zu analysierenden Größe).
  • Daten vieler Positionen, Typ 2:
  • BOEWRTLST (Steuerwort)
  • Dateiname für Datei des Typs dateiliste.dat mit einer Liste von Dateien des Typs boewrt.dat mit den Eingangsdaten (abhängig von der später gewählten zu analysierenden Größe).
  • Steuerdaten für die Analyse
    • KHLIMIT: minimale Wasserbedeckung in Metern für die Analyse. Unterschreitet die aktuelle Wasserbedeckung diesen Wert, so wird eine Position als trocken gefallen betrachtet und die Eingangsdaten nicht analysiert. Der Wert liegt typischer Weise zwischen 0.01 und 0.10 Metern.
Hinweis: dieser Wert kann von der in der Simulation benutzten minimalen Schichtdicke abweichen. Liegt der in der Simulation benutzte Wert über dem hier gesetzten Wert, so wird auch für die Analyse der in der Simulation benutzte Wert verwendet. War der in der Simulation benutzte Wert hingegen kleiner, so wird der hier angegebene Wert benutzt. Im Idealfall sollte allerdings derselbe Wert wie in der Simulation benutzt werden, um die volle Genauigkeit auszuschöpfen.
  • Additionskonstante für die Koordinaten
    • X: x-Koordinate des Nullpunkts.
    • Y: y-Koordinate des Nullpunkts.
    • Z: z-Koordinate des Nullpunkts.
Falls die Koordinaten in der Gitterdatei gegen einen von (0.0,0.0,0.0) abweichenden Ursprung verschoben sind, müssen hier die entsprechenden Werte vorgegeben werden. Die hier angegebenen Zahlen werden zu den Gitterkoordinaten addiert.
  • Koordinaten der Haupt-Referenzposition
    • X-Koordinate,
    • Y-Koordinate, und
    • Z-Koordinate.
Die Lage dieser Position muss so gewählt werden, dass
  • der zur Position am nächsten gelegene Knotenpunkt niemals trockenfällt.
Werden von mit Programm DIDAMINTQ querschnittsintegrierte Daten weiter verarbeitet, so muss hierfür ein geeigneter Haupt-Profilpunkt aus den damit erzeugten geopos-Dateien gewählt werden.
  • Koordinaten der Haupt-Referenzposition Phase
    • X-Koordinate,
    • Y-Koordinate, und
    • Z-Koordinate.
Es gelten die obigen Empfehlungen.
  • Analysezeitraum und Referenzdatum
    • Beginn des Analysezeitraum (mit Zeitzone).
    • Ende des Analysezeitraums (mit Zeitzone).
    • Referenzdatum für Zeitrechnung in Sekunden (Nullpunkt, mit Zeitzone).
Hinweise:
  • Zu Beginn und Ende des Analysezeitraums, siehe oben unter Vorbemerkungen zur Benutzung des Programms.
  • Bei der Analyse von Dateien des Typs knoerg.bin führt eine fehlerhafte Angabe des Bezugsdatums zu falschen Phasen der Partialtiden.
  • Art der zu analysierenden Daten
    • INODFAK Steuerparameter Knotenfaktoren; mit den zulässigen Werten
      • 0, falls die Knotenfaktoren nicht berücksichtigt werden sollen.
      • 1, falls die Knotenfaktoren berücksichtigt werden sollen.
Hinweise:
  • Bei der Analyse mit FRQWF werden Perioden, die länger als ein halbes Jahr sind, vernachlässigt. Dem modulierenden Effekt dieser Frequenzen wird durch die Berücksichtigung von sogenannten Knotenfaktoren (langsam veränderlich in der Zeit) Rechnung getragen.
  • Für die Analyse von Einzelpositionen ist es nötig, diesen Parameter auf 1 zu setzen, falls im Nachlauf aus den Amplituden und Phasen Zeitreihen für andere Zeiträume mit Programm FRQ2ZEITR generiert werden sollen.
  • IPHYS_DATA zu analysierende synoptische Größe; mit den zulässigen Werten
  • 3, falls Wasserstand,
  • 2, falls Strömungsgeschwindigkeit (tiefengemittelt),
  • 5, falls Salzgehalt (tiefengemittelt),
  • 6, falls Temperatur (tiefengemittelt),
  • 7, falls Schwebstoffkonzentration (tiefengemittelt), oder
  • 1064, falls Steig-/Fallgeschwindigkeit.
Hinweise:
  • Diese Daten müssen in der Datei mit Eingangsdaten (siehe oben) enthalten sein.
  • (optional) Dateiname für Hilfsdatei des Typs dirz.bin
Hinweise:
  • Datei muss immer dann angegeben werden, falls in der o.g. Datei mit Eingangsdaten der Wasserstand nicht enthalten und die Eingangsdatendatei vom Typ dirz.bin ist. Dann muss die Größe Wasserstand in dieser Hilfsdatei enthalten sein.
  • Liegen die Eingangsdaten für ein System mit alternativer Topographie vor, dann muss die Größe zeitvariable Topographie ebenfalls in dieser Hilfsdatei enthalten sein.
  • Auswahl der Analysemethoden / Analyseergebnisse
    • Kenngrößen des Wasserstands und der Topographie
    • halbjährliche Gezeit (Amplitude+Phase)
      • (optional) S_sa : siehe Ssa
    • monatliche und halbmonatliche Gezeiten (Amplitude+Phase)
      • (optional) M_m : siehe Mm (monatlich)
      • (optional) M_f : siehe Mf (halbmonatlich)
    • ganztägige Gezeiten (Amplitude+Phase)
      • (optional) Q_1 : siehe Q1
      • (optional) O_1 : siehe O1
      • (optional) P_1 : siehe P1
      • (optional) K_1 : siehe K1
      • (optional) MP_1
      • (optional) SO_1
    • halbtägige Gezeiten (Amplitude+Phase)
      • (optional) N_2 : siehe N2
      • M_2 : siehe M2
      • (optional) L_2 : siehe L2
      • (optional) S_2 : siehe S2
      • (optional) K_2 : siehe K2
      • (optional) MNS_2
      • (optional) 2MS_2
      • (optional) MSN_2
      • (optional) 2SM_2
    • dritteltägige Gezeiten (Amplitude+Phase)
      • (optional) MO_3
      • (optional) MK_3
    • vierteltägige Gezeiten (Amplitude+Phase)
      • (optional) MN_4
      • (optional) M_4
      • (optional) MS_4
      • (optional) MK_4
      • (optional) S_4
    • sechsteltägige Gezeiten (Amplitude+Phase)
      • (optional) M_6
      • (optional) 2MS_6
    • achteltägige Gezeiten (Amplitude+Phase)
      • (optional) M_8
    • Wechselwirkung zwischen M_2 und ihren Harmonischen (jeweils das Verhältnis der Amplituden sowie der Phasen)
      • (optional) M_4:M_2
      • (optional) M_6:M_2
      • (optional) M_8:M_2
    • Mittelwert im Analysezeitraum
      • (automatische Ergänzung) Z0
Hinweise:
  • Eingabe der Analysegrößen mit ENDDATA abschließen.
  • Bei Berechnung der Wechselwirkung der M2-Gezeit mit ihren Harmonischen müssen alle relevanten Partialtiden zusätzlich analysiert werden.
  • Weitere Informationen unter Harmonischen Analyse der Gezeiten.
  • (optional) Ausgabe der Ergebnisse an Einzelpositionen
    • BEGINDATA SINGLE leitet den Block ein.
    • Titel, Titel für den Kopf der Ausgabedatei.
    • Bemerkung, ergänzender Text für den Kopf der Ausgabedatei.
    • FRQSINGLE-Dateityp, Typ der Ausgabedatei:
      • ASCII : einfache ASCII-Ergebnisdatei, kann als Eingabedatei für FRQCOMBI (undokumentiert) genutzt werden.
      • LATEX : für Einbindung in das Textsatzsytem LaTeX.
      • PSPDF : Postscript-Datei, falls LaTeX installiert ist, oder PDF-Datei, falls ein überwachtes Acrobat Distiller Verzeichnis besteht.
    • (optional) FRQSINGLE-Namensstamm, Namensbestandteil.
      • falls angegeben, Dateiname = stationsname.namensstamm.[1:999].dat.
      • Default Dateiname = stationsname.[1:999].dat.
    • (optional) FRQCOMBI-Namensstamm, Namensbestandteil.
      • falls angegeben, Dateiname = frqcombi.namensstamm.[1:999].dat.
      • Default : keine Ausgabe in diesem Dateiformat.
    • (optional) Verhaeltnis zu M_2 (Amplitudenverhätnis und Phasenrelation).
      • ja, zusätzlich ermitteln.
      • Default : nicht ermitteln.
    • (optional) Formfaktor.
      • ja, zusätzlich ermitteln.
      • Default : nicht ermitteln.
    • (optional) Mittelwert.
      • ja, zusätzlich ermitteln.
      • Default : nicht ermitteln.
Hinweise:
  • Eingabe mit ENDDATA abschließen.
  • Es wird jeweils eine Station in eine Datei ausgegeben.
  • Ausgabe erfolgt nur dann, falls Art der Eingangsdaten KNOERG, BOEWRT, KNOERGLST oder BOEWRTLST sind.
  • Dateiende
    • ENDFILE

Programme, welche diesen Datei-Typ benutzen

FRQWF

Weitere Informationen

Programmiersprache

FORTRAN90

Datei-Form

FORMATTED

Datei-Zugriff

SEQUENTIAL

Datei-Endung

.dat

Schreib-Unterprogramm(e)/Modul(e)

interaktive Erstellung, Editor

Lese-Unterprogramm(e)/Modul(e)

$PROGHOME/fortran/prg/Frqwf/*/mod_frqwfeing.f90
$PROGHOME/fortran/lib/tides/*/mod_frq_inp.f90

Originalversion

G. Lang

Pflege

G. Lang, S. Spohr, P. Schade

Beispiel-Datei

siehe $PROGHOME/examples/Frqwf/Frqwf.dat


zurück zu: Dateikennblätter


Strukturübersicht