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FD2BASIS

Aus BAWiki

Basisinformationen

Programm-Name

FD2BASIS

Version

Dezember 2013

Beschreibung

Dezember 2013

Stichworte

Finite Differenzenverfahren
Rasterverfahren
Gittergenerierung
Land-Wasserverteilung
Koordinatenreferenzsysteme

Kurzbeschreibung

Das Programm FD2BASIS erzeugt ein FIDISOR/FIDIRB-Gitter mit korrekter Land-Wasser-Verteilung. Diese wird anhand von digitalisierten Randstrukturen wie die Tidehochwasserlinie (bei Topographien für Simulationen unter normalen Tideverhältnissen) oder die Deichlinie (für Sturmflutsimulationen) ermittelt.

Eingabe-Dateien

  1. Eingabesteuerdatei (Typ fd2basis.dat)
  2. ein oder mehrere Dateien mit digitalisierten Berandungen (Typ digi.gkk)

Ausgabe-Dateien

  1. FIDISOR/FIDIRB-Basisgitter (Typ topo.bin)
  2. Datei randpkte.dat mit Randpunktindizes und dem schneidenden Polygonabschnitt (wird intern zur Randbearbeitung verwendet).
  3. Pufferdateien liste_1.dat und liste_2.dat
  4. Druckerdatei fd2basis.sdr
  5. (optional) Tracedatei fd2basis.trc

Methode

Zunächst wird eine Matrix IPOLY der angegebenen Gitterdimension allokiert und mit 0 vorbesetzt. Dann werden Zellen, die von den Randstrukturen geschnitten werden, mit 99 (Stützpunkt) oder 98 (Zwischenpunkt) besetzt. Nun wird von vorgegebenen Startpunkten begonnen, nach den 4 Hauptrichtungen Landpunkte zu initialisieren (Wert -99). Wird eine Zelle erreicht, die von 0 verschieden ist, so wird die nächste Richtung oder der nächste Startpunkt bearbeitet. Neu besetzte Landpunkte werden wiederum Startpunkte. Um die Zahl der Startpunkte in der gespeicherten Liste zu begrenzen, wird eine Pufferung auf Platte durchgeführt.

Zuletzt wird die Bearbeitung des Randes durchgeführt. Eine Randzelle wird dann zu Land, wenn der überwiegende Flächenanteil Land ist. Bei zweifelhaften Zellen wird Wasser angenommen. Die Berechnung des Flächenanteils wird über das schneidende Berandungspolygon durchgeführt. Dieses wird der zuvor angelegten Datei randpkte.dat entnommen.

Hinweise:

  • Die Strukturlinien können auch aus Teilstücken bestehen und ungeordnet in verschiedenen Dateien abgelegt worden sein. Bedingung ist allerdings, daß die Teilstücke zusammen geschlossene Strukturen (Inseln) ergeben, oder Anfang und Ende außerhalb des bearbeiteten Gebietes liegen. Löcher in einer Berandung führen eventuell zu unerwünschten Ergebnissen!
  • Besteht eine Struktur nur aus einem Punkt, so wird sie ignoriert. Doppelte Punkte innerhalb einer Struktur werden als einer behandelt, falls sie direkt aufeinander folgen.
  • Eine manuelle Nachbearbeitung kann erforderlich sein, falls Land- oder Wasserflächen schmaler als die Gitterweite werden (Landbrücken, Kanäle) !
  • Rohdaten mit Koordinateninformation können jetzt online in das vom Benutzer gewünschte Koordinatenreferenzsystem (CRS) überführt werden. Dazu muss in der Datei zu Beginn ein magischer Kommentar mit dem Inhalt "C CRS=xxxxx" stehen. Dabei steht xxxxx für den EPSG-Code des Koordinatenreferenzsystems der Daten. Zusätzlich muss der Nutzer die Umgebungsvariable BAWCRS auf einen gültigen EPSG-Code setzen, in dem auch die Dateien des Typs topo.bin vorliegen müssen.

Unterstützt werden die folgenden Koordinatenreferenzsysteme:

  • Gauß-Krüger 3 Grad / DHDN: EPSG 31466-31469
  • Gauß-Krüger 3 Grad / STN : EPSG 02398-02399
  • UTM / ETRS89  : EPSG 25831-25833
  • UTM / ED50  : EPSG 23031-23033
  • RD Amersfoort New  : EPSG 28992
  • Geographisch ETRS89  : EPSG 4258
  • Geographisch WGS84  : EPSG 4326
  • Geographisch ED 50  : EPSG 4230

Für die Koordinatentransformation von DHDN/STN nach ETRS89 wird das NTv2-Verfahren mit den über die Umgebungsvariablen NTV2GRID (DHDN) und NTV2STN (STN) definierten Gitterdateien angewandt.

Vorlauf-Programme

Digitalisierprogramm (PC), GISMO

Nachlauf-Programme

FD2ADDTOPO, FDGITTER05

Weitere Informationen

Programmiersprache

Fortran95

zusätzliche Software

-

Originalversion

G. Seiß

Programmpflege

G. Seiß

Dokumentation/Literatur

$PROGHOME/examples/fd2basis/*


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